Donnerstag, 26. Mai 2016

La isla bonita (4. Teil)

Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet, dass zwei Frösche an Bord kämen. Esel, Kängurus, Murmeltiere, Springböcke – ja, aber doch nicht Frösche. Wo gibt’s denn so was, dass die verreisen? Wir hockten hinter unserer Mango-Kiste und konnten es nicht glauben.
„Sind das solche, die man küssen muss, damit daraus Prinzessinnen werden?“, hat der Karlsson gefragt.
Quatsch, die waren echt und hießen Ludmilla und Tamara. Millionärsgattinnen aus Russland. Auf kleiner Urlaubsreise. Erholung zwischendurch. Die Weltreise sollte im Sommer folgen.
„Da musst du jetzt mal 'n bisschen manierlicher essen“, habe ich zum Pit gesagt. „Wir kriegen jetzt Kultur an Bord, da fällt das auf.“

Ludmilla und Tamara

Ihre Anwesenheit hat insofern Schwung in den Laden gebracht, als jetzt eine versilberte Bratenschale mit Wasser gefüllt und an Deck gestellt wurde. Sonnenschirm drüber, fertig war der Swimmingpool. Die beiden Froschdamen hockten oft darin, ließen sich Drinks servieren und zeigten sich gegenseitig Handtaschen und Cocktailkleider in der „Cosmopolitan“. 

Mia
Manchmal hockten auch die Mia und die Cora dabei. Dann schwappte das Wasser über den Rand und die Fröschinnen guckten genervt. Das wirkte Wunder. Ruck zuck waren die Mia und die Cora wieder draußen. Von zwei Expertinnen des gehobenen Lifestyles zu Proleten degradiert zu werden, das wollten sie nicht riskieren. Lieber saßen sie auf ihrem Badetuch und diskutierten ebenfalls Handtaschen und Cocktailkleider, und zwar so laut, dass man es bis Alaska hören konnte. Tamara und Ludmilla schoben dann ihre Sonnenbrillen auf die Stirn. Ihr Blick war eine Mischung aus Erstaunen und dem Interesse an einem Borkenkäfer, der auf den Rücken gefallen war und nun mit den Beinen strampelte, weil er nicht von allein wieder zurückfand.

Zum Luke sagten sie, als er gerade am Pool vorbeimarschiert kam, er hätte einen so professionellen „Body“, ob er Profiboxer sei. Oder Wrestler? Oder Holzfäller? Oder Kühlschränke in den vierten Stock tragen täte? Der Luke ist nur kurz stehen geblieben, hat sich umgeschaut und „Nö“ gesagt. Dann ist er weitergegangen, unter Deck verschwunden. 

Pit
Den Pit hat das alles nicht interessiert. Der lag schlaff auf seinem Kissen beim Sonnenbaden, ab und zu tat er in ein Sandwich beißen. Selten, dass sich mal die Schwanzspitze bewegte. Ich glaube, seine Cornedbeef-farbenen Ringel im Fell waren schon um einiges ausgebleicht.
„Du musst mal mit Kastanienextrakt shampoonieren“, hat die Mia empfohlen.

Dem Karlsson war der Neuzugang an Bord nicht ganz geheuer. Seine abendlichen Rundgänge als Lord Nelson im Piratenmützchen hatte er augenblicklich eingestellt. Dafür war jetzt öfter zu beobachten, wie er aus sicherer Entfernungen aufs Treiben am Swimmingpool starrte. Das veranlasste mich zu der Frage, wie er zur Ehe stünde. Würde er mal heiraten wolle? Oder betrachtete er Weiber, so wie es sich gehört, als überholt und überflüssig? Ich hätte das gern gewusst. Mir war nämlich nicht klar, ob die beiden Fröschinnen bei ihm als Sensationsguckerei am Unfallort rangierten oder ob er sie am liebten mal zünftig von oben bis unten abschnüffeln täte.
„Och“, hat er nur gesagt.
Nicht doch, so geschwätzig der Herr?

Abends nach dem Dinner wurde meistens Karten gespielt. Dazu hatten wir Windlichter auf dem Tisch. Frauen finden so was ja stimmungsvoll, mir hat's die Augen zerflattert. In der Karibik geht die Sonne schnell unter (und auch schnell wieder auf.) Das liegt an der Nähe zum Äquator. Da ist die Sonne ganz fix im Meer versunken, so gegen 18.00 Uhr. Wenn man den kurzen Sonnenuntergang nicht verpassen will, muss man rechtzeitig an Deck sein, sonst ist's vorbei und alles ist nur noch dunkel.


Gleich fällt sie rein, die Sonne

An der Temperatur ändert das aber nicht viel. Es bleibt auch abends angenehm warm. Eigentlich war alles ziemlich perfekt. Das Schiff schaukelte kaum merklich, es roch nach Seeluft und Feierabend, und der Wind war – so wie man's verlangen kann – mit den Segeln beschäftigt, aber weniger mit uns. Nur die Fröschinnen hatten jetzt eine Parfümwolke vorm Busen und bunte Federboas um die Schultern. Ihnen war kühl.
„Sehr geschmackvoll, meine Damen. Sie tragen Ihre Federn wie Königinnen ihre Krone“, hat der Pit gesülzt und dabei gegrinst von einem Ohr zum andern. 

Cora (genesen)
Ui, da hättet ihr mal die Mia und die Cora sehen sollen. Den halben Abend haben sie mit aufgepuscheltem Gefieder und rausgestrecktem Dekolletee dagesessen, um auch ja mithalten zu können. Es sah aber nur halb so elegant aus, und später in der Kabine waren sie so kaputt von der Aufplusterei, dass sie japsend zusammengesunken sind wie 400-Meter-Läufer im Ziel.

Dem Luke haben die Boas an der Nase gekitzelt, er war ständig am Niesen. Der Karlsson wiederum hat beim Pokern die Tamara gewinnen lassen, das habe ich genau gesehen. Er hat nicht mitgeboten, obwohl er 'nen Dreier aus Assen auf der Pfote stecken hatte. Zwar war der Einsatz nicht hoch, wir haben nur um Pistazien aus der Knabbertüte gespielt, aber trotzdem ist das kein Grund, dass man an Ehrgeiz missen lässt. Ich war sehr enttäuscht vom Karlsson. Später habe ich vorgeschlagen, dass wir Mau-Mau spielen, doch das kannte man in Russland nicht.

Viel schlimmer war die Sache mit dem Essen, die hatte sogar Bedenklichkeitswert. Gegessen wurde nämlich an der Table Doht. Das ist französisch und bedeutet „Essen wie zu Hause“, also alles, was auf den Tisch kommt. Erst hatten wir uns noch nichts dabei gedacht, weil die Reise ja erst begonnen hatte. Zum Frühstück gab es Bagels mit Butter und Marmelade und industriell geformte Kornerzeugnisse wie Honigpops im Schälchen mit Milch, ganz nach amerikanischer Art. Das war alles noch okay. Zum Mittagessen und zum Dinner wurde gekocht. Oder es gab kalte Kost.

Nun, schlecht aussehen taten diese Teller ja nicht, aber wo blieb das Fleisch?

Es gab Gemüselasagne:


Frittierte Zwiebelringe:


Salat:


Doch weit und breit kein Steak zu sehen, keine Wurstscheibe, nicht mal 'ne läppische Frikadelle. Als dann die Ludmilla und die Tamara hinzukamen, fiel mir das erst richtig auf. Ich meine, mir als Amazone war das jetzt nicht sooo wahnsinnig wichtig, ich esse auch gern mal vegetarisch, ebenso die Mia und die Cora. Der Luke hatte sowieso seine geheime Kraftkost in den mitgeschleppten Müslibeuteln, aus denen er sich zwischendurch bediente, und der Pit, tja, der war noch nie um einen Imbiss verlegen, seit ich ihn kenne. Der ist immer gut mir Fressalien ausgestattet. Blieb also noch der Karlsson, und um den begann ich mir echte Sorgen zu machen.

Er war nun schon seit Tagen ohne Wurst und Fleisch. Ich vermeinte, leicht eingefallene Wangen zu bemerken. Erste Anzeichen von Skorbut? Schließlich befanden wir uns auf einem Schiff, und welche Folgen Mangelernährung gerade auf Seereisen hat, kann man in jedem Schulbuch lesen.
„Mach mal die Schnauze auf!“, habe ich ihn aufgefordert.
„Wieso?“
„Ich will gucken, ob du schon Zahnfleischbluten hast.“

Weil das Wort „Idiot“ an meinem Gehör vorbeigeflogen kam, bin ich dem nicht weiter nachgegangen. Trotzdem war ich gern bereit, mündlich mit ihm über dieses Problem zu reflektieren. Ob diese ewige Gemüsekost auf Wunsch der beiden Fröschinnen auf den Tisch kam? Was fressen Frösche denn normalerweise, wenn sie nicht Millionärsgattinnen sind? Fliegen und Schnaken, nicht wahr? Ha! Also doch Fleisch.

„Ich brauch was Ordentliches zwischen die Zähne“, hat der Karlsson gejammert. „Mir ist schon ganz flau in den Beinen.“
Das konnte ich gut verstehen, schließlich brauchen die Muskeln beim Rumliegen auf der Liegematte doppelt so viel Spannkraft, um elegant wieder hochzukommen, besonders wenn sich eine russische Tamara in der Nähe aufhält und rübergucken könnte. Also hieß es, den Koch/Kapitän aufzusuchen, um mit ihm ein ernstes Wörtchen über den Speiseplan zu reden.

Das haben wir getan. Es war ein angenehmes Gespräch unter Männern. Dabei stellte sich heraus, dass mitnichten die Tamara und die Ludmilla Sonderwünsche geäußert hatten, sondern dass die Speiseplanänderungen von einem von uns in Auftrag gegeben worden waren.
„Von wem?“ haben der Karlsson und ich wie aus einem Mund geschrien.
„Von Mister Luke.“

Luke
Das war ja wohl die Höhe! Latscht der Kerl ungefragt in die Küche und bestellt Gemüse und Rohkost und wir müssen das Zeug dann mitfuttern, nur weil er das nützlich findet für sein privates Fitnessgedöns. Und welche Risiken damit verbunden waren! Der Karlsson als Hund und Terrier war zweifellos kurz vorm Kollaps. Wir beide haben sogar überlegt, ob es nötig wäre, ihn per Hubschrauber ins nächste Krankenhaus fliegen zu lassen, um die erlittene Mangelernährung durch Infusionen auszugleichen. Ich hätte diese Entscheidung nicht allein treffen wollen. Oh-oh, welche Verantwortung! Nur weil der Karlsson mit einem energischen „Nein, nein, es geht schon!“ geantwortet hatte, war ich wieder einigermaßen sicher, dass die Zukunft auf unserer Seite stehen würde.

Wir sind zu unserer Kabine hinabgestiegen. Wir haben Lukes Müslibeutel unterm Bett hervorgekramt. Wir haben sie nach oben geschleppt. Wir haben den Inhalt ins Meer gekippt. Die Beutel haben wir mit getrockneten Chilischoten und Reiskörnern aus der Küche gefüllt und wieder an ihren Platz geschoben. Die Kraftpülverchen und –fläschchen haben wir ebenfalls im Meer verklappt. Nur die leeren Tüten haben wir ihm gelassen, denn irgendeine Freude braucht das Geschöpf. Von alledem hat der Luke nichts mitgekriegt, er war währenddessen im Fitnessraum beim Hantelstemmen. So. Das war erledigt. Wir haben uns Give-me-five gegeben und voller Vorfreude aufs Abendessen gewartet. Lammspieße waren angekündigt:

Lebensrettend!

Von nun an hatten wir jeden Tag Fleisch oder Fisch. Der Frühstücksteller wurde um Salami und Schinken erweitert. Der Beifall der übrigen Gäste war allgemein groß. Klagen sind nicht gekommen, auch nicht von unserm grauweißen dynamischen Sportsmann. Allerdings hat sich der Luke jetzt morgens immer eine Eiplatte bestellt und zu den Hauptmahlzeiten einen Extrateller grünen Salat.

Lukes Frühstückseier. Herzig, nicht?

„Vermisst du nicht was?“, habe ich ihn mal gefragt.
„Nö … wieso?“, hat er geantwortet.
Das nenne ich Kohntenohnss. Er hat sich nichts anmerken lassen. Die Beutel wurden nach und nach leerer, oder hat er das Chilizeug etwa wirklich gefressen, nur um das letzte Wort zu behalten? Ich hatte mir jedenfalls vorgenommen, ihn nicht auf der Krankenstation zu besuchen, falls er jetzt einen auf ausgemergelt machen sollte. Der Karlsson war gleicher Meinung. Sein Gang war wieder leicht und beschwingt und er pupste wieder glücklich und gesund. Wir waren niemandem Rechenschaft schuldig.

Einmal waren wir sogar auf Landgang. Da durfte der Karlsson beweisen, wie prachtvoll er sich erholte.  Wir steuerten eine der Inseln an. Das war Teil des Unterhaltungsprogramms.

Landgang

Zum Baden, hieß es offiziell, aber gebadet habe nur ich allein. Dabei habe ich eine Muschel aus den Fluten gerettet. Seht mal: 

Ich

Hinterher klebte mein Gefieder von dem blöden Salzwasser und ich hatte dauernd Sand am Schnabel. Die Mia und die Cora waren an Bord geblieben, weil die Cora in der Nacht zu viel Cocktails getrunken hatte und die Mia daher fand, dass sie ihre angegriffene Birne besser nicht dem Strandleben aussetzen sollte, erst recht nicht, wenn die Cora jüngst einen Sonnenstich überlebt hatte. Der Luke und der Pit als reinrassige Kater fanden baden grundsätzlich doof und waren somit prinzipiell nicht interessiert, und die beiden Fröschinnen waren ebenfalls zufrieden mit dem, was sie an Bord hatten. So sind der Karlsson und ich allein zur Insel geschippert. Ein Ruderboot hatte uns hingefahren.

„Hiermit nehme ich dich in Besitz und taufe dich auf den Namen „Miracle of Pansen““, hat der Karlsson getönt, kaum dass er an den Strand gesprungen war. Er trug sein Piratenkäppi und fuchtelte autoritär mit der Vorderpfote wie 'n Dirigent mit dem Taktstock. Danach hat er sich umgeschaut, und als nichts im Weg stand, ist er losgerannt wie 'n Bekloppter, immer den Strand lang und wieder zurück.

Karlsson: nicht zu halten
Zwischendurch ist er kleine Anhöhen hochgewetzt. Von dort hat er „Jippieeee“ geschrien und sich mit waghalsigen Bauchklatschern den Hang wieder runterschliddern lassen. Dem fehlte der Auslauf. Kaum zu glauben, zu welchen Mutationen Hunde fähig sind, wenn man ihnen großzügige Rennpisten zur Verfügung stellt. Die Ohren haben nur so im Wind geflattert.

Manchmal ist er auch mit Affenzahn auf mich zugerannt, dass das Wasser nur so spritzen tat. Mir war das gar nicht recht, weil es dann gleich so einen Wellengang gab, der mich fast weggespült hätte.
„Pass doch auf!“, habe ich schreien müssen.
Ich bin schließlich ein Vogel und nur fürs Babybecken geeignet. Kann ich etwa schwimmen?

Karlsson: bestens gelaunt
Später haben wir kalte Sparerips, Kartoffelchips und Zitronentörtchen aus dem Proviantkorb gegessen. Der Karlsson ist noch eine Runde schnüffeln gegangen im strandeigenen Grünzug und ich habe mir die Landschaft aus den Baumwipfeln angeschaut. Weiter hinten waren Menschen in Badehosen und Bikinis zu sehen. Sie flanierten und planschten. Mit denen hatten wir aber nichts zu tun. Wahrscheinlich waren das Pauschaltouristen. Am Nachmittag hat uns das Ruderboot wieder abgeholt. Die Cora hat gemeckert, dass wir so viel Sand anschleppen täten, und die Mia war neidisch auf unsere gute Laune.
„Das nächste Mal komm ich aber mit“, hat sie gemeint.

Ehrlich, ich war selbst überrascht, wie erholsam so ein Badetag sein kann. Der Karlsson hat sich rücklings in den Liegestuhl fallen lassen und „Aaaah“ geseufzt, ungeachtet dass die Tamara daneben stand und sich mit Spiegel und Puderdöschen aufs Abendprogramm einstimmen tat. Heute sollten die "Dornenvögel“ als Dreiakter gegeben werden. Der Erste Offizier war Pater Ralph, und die Meggie wurde gespielt von der Friseuse/Servierkraft. Leider habe ich nicht viel mitgekriegt, weil ich bald eingenickt bin. Die Mia und die Cora hatten jedenfalls verheulte Augen, als sie zum Schlafen in die Kabine kamen, also muss es romantisch gewesen sein.

Der Pit kam dann noch mit 'ner Zeitung. Hier, ob ich das schon gelesen hätte:


Irre, was? Und all das geschehe direkt vor unsern Augen. So 'n Zufall, wir in der Karibik und dann dieses Mysterium. Vielleicht sollte er auch mal den Kopf durch die Reling stecken und ins Wasser starren, so wie ich das dauernd täte, hat der Pit noch gemeint. Vielleicht bekäme er die Viecher zu sehen. Bah, was da wohl dahinterstecke? Bestimmt würden jetzt Millionen von Dollars ausgegeben, um den Tourismus zu schützen, denn wenn die jetzt die Badeurlauber angreifen täten, diese Piranhas, was dann los wäre!
„Max, hast du denn nichts gemerkt heute am Strand?“
„Nö.“
„Das kam sogar heute in den Radionachrichten.“

Na und? Mir sind wild gewordenen Fische Wurscht. Was haben ich mit denen zu schaffen? Hinten in der Zeitung standen die Bingozahlen aus Port-au-Prince (das ist die Hauptstadt von Haiti). Die fand ich viel interessanter. So 'n Mist. Hätte ich die man gewettet, dann hätte ich jetzt gewonnen und wäre um einen ganzen Batzen reicher.

Fortsetzung folgt.

Fotos: Cora: © G.H.
          Pit und Luke: © Club der glücklichen Vierbeiner
          Karlsson: © Terrierhausen

          Frosch 1, Frosch 2, Sonnenuntergang, Smoothie, Gemüselasagne, Zwiebelringe, Salat, Fleischspieße, Eiplatte
          Landschaft Karibik, Muschel, Piranhas: Pixabay

© Max: Papageiengeschichten 

Kommentare :

  1. irre...hammer hart was ihr so alles erlebt! :* ICH WILL AAAAUCH!!!!

    glg, heike

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    1. Ja, das ist immer eine Herausforderung, wenn man mit Honks unterwegs ist. Ich weiß, wovon ich spreche.

      Du willst auch mal in die Karibik, Tante Heike? Da würde ich dir empfehlen, als erstes jemanden zu suchen, der dich mitnimmt oder der dir das alles bezahlt, falls du allein verreisen willst. Zweitens brauchst du einen Bikini, eine Sonnenbrille und Unmengen von Sonnenmilch zum Eincremen. Bei Schiff wäre es auch gut, wenn du nicht seekrank wärst. Ansonsten ist alles so wie zu Hause. Man braucht keine besondere Qualifikation oder Ausbildung für die Karibik. Die nehmen dort auch Bersteiger, Balkonsitzer oder Wiesenwanderer.

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    2. Meine Tochter war im September 2015 für drei Wochen auf Hawaii, vielleicht fliege ich dieses Jahr mit...mal sehen. Das einzige Problem das ich habe sind Nike und Luana, ich habe noch niemanden für die zwei ;)

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    3. Ja, wohin mit uns? Diese Frage kennt die Putze nur zu gut. Sie weiß keine Antwort darauf, also bleibt sie zu Hause. Nur wir dürfen verreisen, hier im Blog zumindest. Ich drücke euch die Daumen, dass ihre eine Lösung findet.

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  2. ich kann nix mehr schreiben , vor lauter Lachen . Einfach genial und wunderschön. Du bist der beste Honk Max . L.g.Donna

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    1. Danke schön, Donna. Wenn das Wort Honk aus deinem Mund kommt, klingt das wie ein Kompliment. Ich bin gerührt.

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  3. Hallo Freund Max, für uns Hunde sind Düfte sehr wichtig, daher habe ich „Miracle of Pansen“ natürlich markiert, nun ist es meine Insel, für immer. Manchmal bieten sich auch andere Möglichkeiten, am Strand von Skagen habe ich mich mal ausgiebig in einem halbverwesten Seehund gewälzt. Ein großartiger Duft, besser als jeder, den man kaufen kann. Mein Papa war nicht ganz so begeistert und hat mich lange - vergeblich - geduscht. Als reisender Gentleman weiß ich natürlich, wann ich mich wie zu benehmen habe. Unserer Reisegruppe auf der Luxusyacht wäre ich so nicht gegenübergetreten. So war es auch schön!! Erobern, viel rennen, viel essen. Der olle Cäsar hatte das etwas anders ausgedrückt, inzwischen haben wir (besonders wir Terrier) uns eben weiterentwickelt. Beste Grüße, dein Karlsson

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    1. Ja, das war großartig, wir beide auf der Insel. Die Hundetätigkeiten haben dir sichtlich gut getan. Ich hatte ja gleich gesagt, dass mit rennen, schnüffeln, wälzen und markieren nichts ist aufm Schiff, aber für so eine gnadenlose Einschränkung hast du dich echt gut gehalten, das muss ich zugeben. Und dann noch dieses labbrige Gemüsezeugs jeden Tag, bevor das Fleisch auf den Tisch kam, das war nicht leicht für dich. Hast du denn die "Miracle of Pansen" schon eintragen lassen? Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, denn da waren ja schon Touristen, und die lassen sich jetzt bestimmt gut abzocken. Du bist der erste Terrier mit Grundsteuer. Glaubst du, wenn ich hier mal ordentlich in 'nen Vorgarten kleckse, dass das dann anerkannt wird als meins? Ich brauche nämlich dringend Einkünfte. Mein Taschengeld reicht nicht für alle Verpflichtungen, die ich habe.

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    2. Holla Max, deine Ideen sind gut. Über die Juristen von meinem Papa kriege ich das sicher hin, dass die Reiseagenturen "Pfui" und "Knalltours" demnächst Grundnutzungsgebühren und umsatzabhängige Nutzungsgebühren für "Miracle of Pansen" an mich zahlen müssen. Da brechen ja goldene Zeiten an.
      Aber ob Vögel Reviere markieren können? Wenn du das nicht weißt? Guckst du Wiki. Hunde, Biber, Bären ... klar, aber Vögel?
      Beste Grüße vom weltreisenden Karlsson auf Erfolgskurs

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    3. Maaann, toll. Dass ich da nicht selbst draufgekommen bin! Grundnutzungsgebühren und Umsatzbeteiligung, DAS ist es doch. Da kannste echt stolz sein, wenn dein Panseneiland demnächst bei „Pfui“ und „Knalltours“ absahnt, schließlich sind das große Reiseunternehmen, die jährlich viele Leute fortschaffen.

      Ich wünschte, ich hätte auch so versierte Juristen an der Hand. Mit der rechtlichen Seite von Vogelklecksen als Eigentumsaneignung kennt sich kaum ein Rechtsanwalt aus. Das sei eine Gesetzesnische, hat man mir gesagt. Und das wiederum läge daran, dass deutsche Wald- und Gartenvögel dauernd irgendwohin klecksen, aber ohne besondere Absicht, und wenn ich nun käme und das absichtlich machen täte als Akt der Inbesitznahme, dann sei das schwierig zu beurteilen, weil man den Klecksen ja nicht ansähe, ob absichtlich deponiert oder nebenbei fallen gelassen. Hierzu müssten erst Grundsatzentscheidungen aus Karlsruhe abgewartet werden.

      Doch wäre das den Aufwand wert? Meine Mieteinnahmen von den Dachtauben für die Nutzung von Balkon und Fensterbrettern bringen zwar nur wenig ein, aber für unsere Abenteuer hat's bisher immer gereicht, und wenn du als Inselmagnat jetzt was beisteuerst, werden wir auch künftig nicht zu Hause versauern müssen. Ich schaue optimistisch in die Zukunft. Deine Freude am Geben habe ich schon immer als deine besten Eigenschaft geschätzt.

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  4. So Leute,

    schön das Ihr alle so gut drauf seit, die Idee sich irgendwo anders Reisegeld zu beschaffen, finde ich sehr gut, denn mit dem Luke werden wir bestimmt nicht wieder in den Urlaub fahren. Die Geldbörse hat er vernagelt. Die Kreditkarten versteckt. Der macht hier nur noch einen auf Fitness. Meint er sei fett geworden von dem ganzen Essen und hat nun Angst das er nicht mehr in der Lage ist Mäuse zu fangen.
    Keine Mäüse....keine Kohle...Insolvenz.
    Ich mag da gar nicht drüber nachdenken. Es hat sich ganz gut gelebt mit Lukes Kreditkarte.
    Pit

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    1. Da muss ich dir völlig Recht geben, Pit. Diesen Fitness-Firlefanz verstehe ich auch nicht. Ich meine, so was hat man doch nur nötig, wenn man aus der Form gelaufen ist. Als ordentlicher Kerl verfügt man aber über genügend Selbstbewusstsein, um das zu ignorieren. Der Luke mit seinem Labbergemüse hat mich wahnsinnig gemacht. Gott sei Dank werden wir seine Kreditkarte wohl sowieso nicht brauchen, wenn der Karlsson jetzt groß in die Grundstücksvermietung einsteigt. Unterm Strich ist es ja egal, woher die Kohle kommt, nicht? Hauptsache, nicht dauernd daheim herumhocken müssen.

      P.S. Hast du's gemerkt? Der 5. Teil kommt diesmal nicht pünktlich. Nächste Woche geht's weiter.

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