Manchmal muss man plötzlich Abschied nehmen.
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Mikesch (rechts) |
Kater, Mitbewohner und Freund vom Grunzer-Schwarm.
Er wurde heute vor der Haustür überfahren.
Er war lieb zu den Katzenmädchen, die nach und nach zur Familie kamen und einen großen Bruder gut gebrauchen konnten.
Erst vor wenigen Wochen hatte Mikesch einen traumatischen Unfall. Er fraß nichts und trank nichts. Dann ging es ihm wieder besser. Er war bereit für einen neuen Start, aber gegen das Auto hatte er keine Chance.
Mikeschs Mama und Papa, Uschi und Klaus, helfen jedem Tier, das Hilfe braucht. Sie setzen sich noch abends in den Wagen und fahren viele Kilometer, nur um einen einzigen Igel durchzubringen. Waisentiere bekommen ein neues Heim und über Tierarztkosten wird gar nicht erst geredet. Nicht immer lohnt das Leben diese Mühen. Sie haben schon viele Tiere verloren. Mikesch hat einen großen Platz in ihrem Herzen. Den wird ihm niemand streitig machen. Doch wenn man sich plötzlich mit der Erinnerung begnügen muss, wo man gerade eben noch lebendiges Fell gestreichelt hat, kratzen die Gedanken über die Seele wie Schleifpapier: rau und unbarmherzig.
Mach’s gut, großer Kater. Dein Zuhause ist jetzt woanders.
©Foto: U. W.