Dienstag, 24. Juni 2014

Nieder mit ...!

Nein, das hier ist kein Pamphlet, auch kein männliches. Das ist Selbstverteidigung. Jawohl.

Ich rufe alle geschundenen Kerle auf, sich mir anzuschließen.

Ihr kennt das. Menschfrauen machen die Transportbox fertig. Menschenfrauen labern klebrig auf uns ein. Menschenfrauen zwängen uns in Käfigknäste. Menschenfrauen fahren uns zum Tierarzt. Menschfrauen sitzen mit uns im Wartezimmer. Menschenfrauen verbreiten Lügen im Wartezimmer ("Der Hahn ist 'n Schisser"). 

Dann kommen andere Menschenfrauen (diesmal in Weiß, von wegen Unschuld - boah!). Sie nehmen uns in den Zangengriff. Sie stecken ihren Rüssel in unser Gefieder ("Die riechen immer so gut ... nach Honig"). Dann packen sie uns unter einen Knipsapparat und halten uns mit dicken, bleigefütterten Kochhandschuhen fest. Sie wickeln uns in ein Handtuch. Sie horchen uns ab. Sie drücken an uns herum. Sie fummeln uns an der Unterwäsche. Sie wiegen uns. Sie gucken sich Fotos an, wie wir von innen aussehen.

Obszön!

Aber das Allerschlimmste: Sie reden über uns. Männer, ihr wisst, was das heißt. Bei euch Hunden und Katzen befindet sich das außen und ist damit leichter zugänglich, aber nur weil ich Innenträger bin, heißt das nicht, dass ich keine Gefühle hätte. Von "klein" ist die Rede, von "Der kapiert immer noch nicht, wie's geht", von "Manche brauchen halt länger" und "Andere lernen's nie". 

Frauen reden darüber - Frauen!

Ich bin so was von angefressen, mir kocht das Blut. Am liebsten hätte ich denen die Behandlungsplatte vollgekackt, aber leider musste ich gerade nicht und der Tisch ist sowieso aus Edelstahl und abwaschbar. 

Unbeeindruckt sind die weißen Weiber auch noch!

Und mittenmang drin die Putze. Labert von meinem Untenrum. Was geht die das an?

Männer, wir müssen zusammenhalten. Wir müssen was dagegen tun. Lasst nicht zu, dass wir weiterhin gedemütigt werden. Wehrt euch gegen diese Infamie. 

Ich fordere:
 freie Tierarztwahl
Männer als Ärzte
Männer als Begleiter
das Recht auf kratzen, beißen, hacken, zerfleischen, töten. 

Freunde und Kumpels, ich zähl auch euch. 
Der da hat schon zugesagt:

Herzlich euer 
Max

PS. Das Dremeln mit dem blöden Bohrer hat die Geflügeltante aber ganz gut hingekriegt, nicht?  Mein Schnabel vorher und nachher:

Das wird die Hennen verrückt machen. Ich kenn die Weiber.

© Max: Papageiengeschichten

Kommentare :

  1. Max, ich bin da ganz bei dir!
    Nächstes Mal gehen wir gemeinsam zu den Tierarztweibern und dann zeigen wir es ihnen!
    Männlich solidarische Grüße von Karlsson aus Terrierhausen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mann, da bin ich aber froh, dass du mitmachst, Karlsson. Alles ist voller weiblicher Tentakel, alles haben sie an sich gerissen. Es heißt DIE Welt, DIE Erde, DIE Freude, DIE Spaghettisoße. Und was bleibt für uns? DER Regen, DER Verzicht, DER Stubenarrest, DER Fußpilz. Typisch.

      Löschen
  2. Lieber Max,
    egal was untenrum zu klein sein soll, obenrum siehst du klasse aus :-)

    Ich bin ganz beeindruckt, dass du als Mann so gut zuhörst - wird doch immer behauptet, dass Männer nur bei Komplimenten zuhören - nun ja - ich bin ein Mädchen und finde mich ganz gut und du siehst das mit dem weiblichen Geschlecht - äh - vielleicht im Moment etwas zu verbissen.

    Jedenfalls kann SIE gut mit Maschinen umgehen :-)

    Deine Bente

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Findest du, Bente? Ich bin verbissen? Hmmm ... vielleicht hast du Recht. Es gibt auch nette Mädchen (so wie dich). Wenn du noch eine triffst, erzähl ihr bitte von mir und gib ihr meine Adresse. Sie soll dann warten, bis ich Platz geschaffen habe. Ich nehme an, die Putze und die Mia werden sich wehren, wenn ich ihnen die Koffer vor die Tür stelle. Dass immer alles so kompliziert sein muss.

      Löschen
  3. Hallo Max,

    auch ich bin ganz bei Dir. Nieder mit den Weibern. Ich musste auch feststellen, das Luke und ich jetzt allein auf weiter Flur sind und sonst nur noch Weiber um uns rum sind. So geht das nicht mehr weiter, ehe wir uns versehen beherrschen die Frauen die Welt. Nichts da.
    Auf Ihr Musketiere.

    Dein Freund Pit

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich sag's dir, Pit. Irgendwann gibt's nur noch eine Farbe (Girlie-Pink), nur noch ein Getränk (Capuccino), nur noch Magerjoghurt und Designer-Küchenkrepp. Uns lassen sie unterdes Schuppenshampoo saufen, jeden Tag die Unterwäsche wechseln und die Einkaufstüten schleppen.

      Wollen wir das? Nee!

      Auf ihr Musektiere.

      Löschen
  4. Lieber Max!
    Wie immer ein ziemlich amüsanter Beitrag hier von dir!
    Ich sehe das ganz ähnlich! Es sollte wieder ein Recht auf freie Selbstbestimmung aller Papageien und hier dann auch der männlichen geben!Freie Arztwahl wäre dabei natürlich implizit versteht sich. Oder was meinst du?Man sollte als Papagei endlich mal wieder ungeniert seinen Neigungen freien Lauf lassen können und sich nicht mehr durch weibliche Blicke in seinem Wesen eingeschränkt fühlen!;) Werner

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Lieber Werner,

      ich bin ja so froh, dass du mir zustimmst. Wie du es sagst: Wir Männer sind durch weibliche Blicke in unserm Wesen eingeschränkt. Daran sieht man, sie brauchen nicht mal den Mund aufzumachen, nur da zu sein, und - zack - haben wir den Überwachungsstaat um uns herum. Das muss aufhören. Wenn jeder Mann, Hahn, Bulle und Rammler vor seiner Türe kehrt, wird die Welle anschwellen und eines Tages das Weiberdiktakt hinwegspülen. Wir sollten schon mal den Schlachtgesang üben.

      Dein Max

      Löschen
  5. Hallo Max,

    sag mal, hast du mit Werner einen weiteren Freund und Unterstützer von deiner Tierarzt-Panik, von dem wir nichts wissen? Ist halt mal so, dass Männer viel mehr Muffe vom Arzt haben. Nur ich nicht, haha.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Halt du dich da raus. Du hast doch so viel Schiss, dass der Tierarzt zu euch nach Hause kommen muss. Ja, dann kann ich auch den Schnabel aufreißen und große Töne spucken. Das ist ein Mann! Und du hast Hausrecht!

      Löschen
  6. Du Angeber und Großmaul. Als Schwarmchef hat man keine Angst und wenn, dann zeigt man sie nicht, geschweige denn erzählt einem Plappermaul wie dir davon.

    AntwortenLöschen